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Marco
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angemeldet am: 2. AUG 2005
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Beitragveröffentlicht: MO 13. OCT 2008, 21:57  Titel:  Stolpersteine mit einem Zitat antwortennach untennach oben

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Kapitalis F ünf sogenannte Stolpersteine wurden am vergangenen Dienstag in Geraer Gehwege eingelassen. In der Laasener Strasse 16, am ehemaligen Waldkrankenhaus und in der Nestmannstrasse erinnern sie zusammen mit einer Gedenktafel an die Familie Salomon, Professor Dr. Hans Simmel und Julius Simsohn. Sie alle lebten und arbeiteten in Gera, bevor sie Opfer des Nationalsozialismus wurden. Bei den Stolpersteinen handelt es sich um ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig, der sagt: «Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist».

Kapitalis S eit dem Jahre 1993 hat er deshalb schon 16 500 solche Steine in 361 Orten in Deutschland, Österreich, Ungarn und den Niederlanden in den Boden gebracht. Darauf sind die Namen von Menschen zu lesen, die wegen ihres Glaubens, der Herkunft oder Lebensweise, von anderen Menschen mit einer anderen Gesinnung ermordet oder in den Tod getrieben wurden.

Familie Salomon

• Dr. med. Oskar Salomon, geb. am 21. September 1863 in Halle an der Saale
• war ab dem Jahre 1908 Spezialarzt für Haut- und Harnkrankheiten in Gera
• hatte seine Wohnung und Praxis in der Adelheidstrasse 12
• Ehefrau Martha Salomon, geb. am 6. September 1873 in Eisleben
• Sohn Hans Salomon, geb. am 17. April 1898 in Geringswalde
• Absolvent des Gymnasiums Rutheneum im Jahre 1916
• meldete sich freiwillig zur Armee
• wurde am 22. März 1932 zum Amtsgerichtsrat berufen
• Entlassung aus dem juristischen Dienst am 31. Dezember 1935
• 1938 Verschleppung in das Konzentrationslager Buchenwald
• kehrte später aus Buchenwald zurück und wählte gemeinsam mit seinen Eltern am 18. September 1941 den Freitod

Professor Dr. Hans Simmel

• am 6. April 1891 in Berlin-Charlottenburg geboren
• seine Grosseltern väterlicherseits waren Juden
• 1917 für Verdienste im I. Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet
• ab dem 15. Juni 1928 leitender Arzt der inneren Abteilung am städtischen Krankenhaus
• wurde am 20. März 1933 wegen negativer Äusserung über die Hakenkreuzfahne in Schutzhaft genommen
• untersagte die Auslegung der NS-Zeitung "Geraer Beobachter" im Krankenhaus
• wegen seiner politischen Einstellung und der Zuordnung zum "Halbjuden" am 24. März 1933 aus dem Krankenhaus entlassen
• Inhaftierung in das Konzentrationslager Dachau am 10. November 1938
• Emigration in die USA, nach seiner Entlassung aus dem KZ Dachau zu Beginn des Jahres 1939
• am 23. August 1943 in Colorado Springs (USA) an den verbliebenen seelischen und körperlichen Schäden gestorben

Julius Simsohn

• war jüdischen Glaubens und der Vater des am 6. Februar 2001 verstorbenen Geraer Ehrenbürgers Werner Simsohn
• kämpfte im I. Weltkrieg als Frontsoldat, erhielt Auszeichnungen und wurde Vizefeldwebel
• wurde Ende 1927 in der Zschochernstrasse 26 Fillialleiter der Berliner Firma Korrekt
• zog im Jahre 1934 in ein ehemaliges Schokoladengeschäft in der Nestmannstrasse 1
• wurde am 10. November 1938 in seiner Wohnung durch die SA verhaftet und ins KZ Buchenwald gebracht
• am 30. Dezember 1938 aus dem KZ entlassen
• beging im Jahre 1942 einen Selbstmordversuch, nachdem seine Mutter deportiert wurde
• wurde selbst im Jahre 1944 in das KZ Auschwitz gebracht und ist vermutlich noch im selben Jahr dort umgekommen
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Marco
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Beitragveröffentlicht: SA 7. FEB 2009, 17:50  Titel:   mit einem Zitat antwortennach untennach oben

Kapitalis L etzen Monat wurde in der Nestmannstrasse die zum dortigen Stolperstein gehörende Gedenktafel abgeschlagen. Als die Initiative Stolpersteine am 16. Januar darüber in Kenntnis gesetzt wurde, erstattete sie Anzeige gegen Unbekannt. Die Tafel wurde wenig später zerbrochen aufgefunden.
Eine neue soll in wenigen Wochen angebracht werden, wenn der Künstler Gunter Demnig am 6. April in Gera die nächsten fünf Stolpersteine setzt. Allerdings wird die Tafel nicht mehr vor dem baufälligen Gebäude Nr. 1 A, sondern ein paar Schritte weiter strassenabwärts am Haus Nr. 1 angebracht werden. Bezahlt wird sie durch das Jugendhaus Shalom mit eingegangenen Spendengeldern. Hersteller ist eine Firma im Gewerbepark Keplerstrasse.
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Beitragveröffentlicht: DO 9. APR 2009, 15:10  Titel:   mit einem Zitat antwortennach untennach oben

ImageKapitalis G estern Nachmittag hat Gunter Demnig weitere fünf Stolpersteine in Gera platziert. Sie erinnern an Emil Löwenstein, Rudolf Diener, Ernst Brüg, Emmy Weber und Anna Schalscha. Unter der Anteilnahme mehrerer Bürger wurden Steine vom Künstler in die zuvor ausgeschnittenen Geweg-Löcher eingebracht. An jedem der Orte hielt Günter Domkowsky von der linken Fraktion im Stadtrat anschliessend eine kurze Gedenkrede. Zugegen waren u. a. Ramon Miller (Baudezernent), Dieter Hausold (Vorsitzender der linken Fraktion im Thüringischen Landtag), Evelyn Fichtelmann (Ausländerbeauftragte der Stadt Gera) und Heidi Götze, die Leiterin des Jugendhauses Shalom und Projektbeteiligte. Zum Schluss verfüllten Mitarbeiter des Bauhofes die Zwischenräume im Gehweg.


Kapitalis F inanziert wurden die Steine durch Spenden der Stiftung für Internationale Ökumenische Kontakte und der Stiftung für Partnerkontakte Arnhem Jumelange. Bereits am 10 November 2008 übergaben Gäste aus der Partnerstadt Arnheim in der Trinitatiskirche eine Spende für zwei Stolpersteine an Herrn Domkowsky und Frau Götze. Damals wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst der Ofper der Rechsprogromnacht gedacht. Die anderen Stolpersteine finanzierte das Jugendhaus Shalom mit Spendengeldern.

Emil Löwenstein
roter Punkt geboren am 4. April 1884
roter Punkt war nach der Heirat seiner Frau Mitinhaber der Firma P. Goldschmidt
roter Punkt im Jahre 1938 wurde er in das KZ Buchenwald gebracht
roter Punkt von Unbekannten wurde Löwenstein im März 1942 abgeholt und gilt seither als verschollen
roter Punkt Gedenkort in der Zschochernstrasse 32
roter Punkt der Stein ist auch Heinz Rose gewidmet

Rudolf Diener
roter Punkt geboren am 15. Juli 1904 in Gera
roter Punkt war Mitglied der KPD und bekämpfte aktiv den Faschismus
roter Punkt wurde 1937 inhaftert und anschliessend in das KZ Buchenwald gebracht
roter Punkt nach seiner Freilassung setzte er seine Arbeit fort und wurde deshalb erneut verhaftet
roter Punkt am 13. März 1941 wurde er im Gerichtsgefängnis in der Amthorstrasse ermordet
roter Punkt Gedenkort am Haus Nr. 9 auf der Sorge
roter Punkt der Stein ist auch Meta Böhnert, Erich Wilke, Otto Rothe und Christian Schmidt gewidmet

Ernst Brüg
roter Punkt geboren am 26. Juni 1883
roter Punkt führte nach dem Tod seines Vaters das Schuhgeschäft am Markt 12
roter Punkt wurde im Jahre 1983 verhaftet und zusammen mit anderen Geraern in das KZ Buchenwald gebracht
roter Punkt am 7. Dezember 1938 verstarb er in der Milbitzer Heilanstalt an den Folgen des KZ-Aufenthaltes
roter Punkt Gedenkort an der Eisdiele Sorge, Ecke Schlossstrasse

Emmy Weber
roter Punkt geboren am 10. März 1909 in Köln
roter Punkt ihr Vater war Redaktionsleiter der Geraer Zeitung, welche in der Burgstrasse 5 ihren Sitz hatte
roter Punkt Emmy war Kinderärztin und sollte mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert werden
roter Punkt der Vater war Mitglied der "Aktion Mitte" und sollte in ein Erziehungslager der Gestapo gebracht werden
roter Punkt am 15. Oktober wählte Emmy zusammen mit ihren Eltern den Freitod
roter Punkt Gedenkort in der Burgstrasse 5

Anna Schalscha
roter Punkt geboren 27. Juni 1867 in Gera
roter Punkt war mit Louis Schalscha, dem Besitzer einer Geraer Lederfabrik verheiratet
roter Punkt wurden 1938 im "Judenhaus" in der Agnesstrasse 4 unter Aufsicht der Gestapo gestellt
roter Punkt ihre Tochter wurde im Mai 1942 deportiert, wodurch Anna den Lebensmut verlor
roter Punkt am 21. Juli 1942 wählte sie den Freitod durch das Einatmen von Gas

blauer Punkt 217 Menschen aus Gera wurden in der NS-Zeit ermordet oder in den Tod getrieben.
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Beitragveröffentlicht: FR 30. APR 2010, 11:13  Titel:  Stolpersteinsetzung am 7. Juni 2010 mit einem Zitat antwortennach untennach oben

Kapitalis In Gera will der Kölner Künstler Gunter Demnig am 7. Juni zehn weitere Stolpersteine setzen. Sie sollen erinnern an:

roter Punkt Herbert Biermann, Sohn von Max Biermann (Verlegung am Johannisplatz)
roter Punkt Erich Biermann, Sohn von Max Biermann (Verlegung am Johannisplatz)
roter Punkt Lilly Biermann, Tochter von Max Biermann (Verlegung am Johannisplatz)
roter Punkt Edith Biermann, Ehefrau von Erich Biermann (Verlegung am Johannisplatz)
roter Punkt Hilde Sternefeld, Verlobte von Erich Biermann (Verlegung am Johannisplatz)
roter Punkt Abraham Mordechai (Verlegung in der Blumenstrasse 8)
roter Punkt Lea, Frau von Abraham Mordechai (Verlegung in der Blumenstrasse 8)
roter Punkt Bernhard, Sohn von Abraham Mordechai (Verlegung in der Blumenstrasse 8)
roter Punkt Jakob, Sohn von Abraham Mordechai (Verlegung in der Blumenstrasse 8)
roter Punkt Rudolf Scheffel, kommunistischer Widerstandskämpfer (Verlegung in der Rudolf-Scheffel-Strasse 18)

Kapitalis A usgewählt wurden die Namen von der Interessengruppe Stolpersteine aus 21 eingereichten Vorschlägen.
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Beitragveröffentlicht: SO 27. IUN 2010, 21:10  Titel:  Stolpersteine am Johannisplatz gestohlen mit einem Zitat antwortennach untennach oben

ImageKapitalis D ie fünf im Gehweg am Johannisplatz eingelassenen Stolpersteine sind am Wochenende gestohlen worden. Zeugen wollen am Samstagmorgen beobachtet haben, wie ein Mann die Steine mit Werkzeugen herausloste. Nachdem sie die Polizei verständigt hatten, nahm diese nahe des Tatortes einen 22-jährigen fest, der auch Werkzeug mit sich führte. Zu seinen Motiven habe er sich noch nicht geäussert, so die Polizei. Inzwischen wurde er wieder freigelassen. Wo sich die gestohlenen Steine befinden, ist bislang nicht bekannt. An der Tat waren möglicherweise mehrere Personen beteiligt.
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Beitragveröffentlicht: SO 18. IUL 2010, 23:37  Titel:  Stolpersteine wurden beschädigt mit einem Zitat antwortennach untennach oben

Kapitalis D rei Wochen nach dem Diebstahl der Stolpersteine am Johannisplatz, haben sich Unbekannte an den Steinen in der Blumenstrasse 8 vergangen, die an die Familie Sinenski erinnern. Durch Schadeinwirkungen auf die Oberfläche zeigt diese nun dunkle Verfärbungen. Die Polizei ermittelt in dieser Sache.Image
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Beitragveröffentlicht: SO 1. AUG 2010, 19:24  Titel:  Erneut wurde ein Stolperstein gestohlen mit einem Zitat antwortennach untennach oben

Kapitalis W ieder wurde ein Stolperstein gestohlen. Diesmal ist es der in der Zschochernstrasse 32, welcher an Emil Löwenstein erinnert. Er soll in der Zeit zwischen Donnerstag, 18 Uhr, und Freitag, 7 Uhr, entwendet worden sein. Die Kriminalpolizeiinspektion Gera hat nun zwecks der Ermittlungen eine Arbeitsgruppe gebildet.
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