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Redaktion
Forendienst


angemeldet am: 18. MAR 2005
Beiträge: 235

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VOR DEM ABRISS
 | Im Sommer soll mit der Abtragung der drei 225 m hohen Schornsteine des ehemaligen HKW-Nord begonnen werden. Wegen ihrer Höhe und der nahen Lage zu Gebäuden ist eine Sprengung nicht möglich. Alle drei Essen müssen nach und nach abgetragen werden. Kosten: 2.32 Millionen Euro. Die Entkernung der dazugehörigen alten Kraftwerksgebäude wird über den Verkauf von Schrott, wie den alten Turbinen aus dem Jahre 1978, finanziert. Zwei dieser Gebäude werden abgerissen; die übrigen werden weiter genutzt. Geplant ist die Ansiedlung verschiedener Unternehmen. Interessenten gebe es schon. |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht andere Möglichkeiten gibt, als den Abriss. Es soll doch schon eonfälle gegeben haben, was man damit machen kann. (Oder verwechsel ich das jetzt mit Süd?)
AS65 |
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Redaktion
Forendienst


angemeldet am: 18. MAR 2005
Beiträge: 235

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| Für die Nordessen hatten sich einige schon was einfallen lassen. Da gabs zum Beispiel mal die 'Blumenidee'. Die Südessen wollten einige sogar zum Bangee-Springen nutzen. |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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Irgendwann hatte ich mal gelesen wie die jährlichen Erhaltungskosten sind. Aber auch das es Interessenten gab die aber eine Mitfinanzierung der Stadt wollten. Bei den genannten 2 Mill. wäre dies vielleicht sogar günstiger geworden?!
Im übrigen sind die Essen ja die höchsten Bauwerke in Thüringen. Vielleicht passt dies einigen nicht.
Na gut, sind halt alles Vermutungen.
AS65 |
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Gast

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Leider gibt es kein Bewußtsein bei den Stadtoberen diese als Industriedenkmale zu erhalten. Andere Nicht-mehr-Industriestädte haben es geschafft ihre Brachen umzunutzen, als techn. Denkmale oder als Ingenieurleistungen wertzuschätzen, Gera reist alles weg. Industriebrachen gibt es kaum noch und schon gar keinen Freiram für junge Leute.
Das es die höchsten Bauwerke Thürigens sind, und das sie eine Faszination auf viele Leute ausüben, das kann keiner bestreiten. Das jeder gerne mal von da oben runterschauen würde ist auch klar. Übrigens wäre es ja z.B. auch ideal eine DVB-T Sendeantenne darauf anzubringen. In Halle hat man dafür für viel Geld extra einen neuen Sendemast gebaut. Das Unternehmen hat nicht nur Geld sondern auch Zeit gekostet. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die ursprünglich auch einen Betonschornatein im Visir hatten, den man aber auch gesprengt hat…
Irgendjemanden bösen Willen oder gar Andeutungen wie Erfurt und Jena dulden nichts höheres ins Spiel zu bringen, ist totaler Quatsch. Zuerst müßte sich in Gera was tun, ein annehmen der Situation wie sie ist, wie waren Industriestadt, und wir schrumpfen und wir suchen nach einem Morgen. Das Gestern dabei wegzuholzen ist allerdings überhaupt keine Lösung, die nächsten Generationen werden uns fragen warum, genau wie wir heute fragen warum das wirklich alles wegmußte, was nicht mehr da ist, aber immer wieder in den Köpfen auls einst Identität gebend auftauchen wird: der Mühlgraben, die gesamte Stadtmauer mit Toren, die Ruine vom Osterstein, die Bettelburg, der Park vom Tinzer Schloss, der O-Bus, die Wuitz-Mumsdorfer-Schmalspurbahn, das Torgebäude der WEMA in Heinrichsgrün…
Übrigens, der Fall der Essen Süd zeigt sehr deutlich, dass es dann nicht automatisch schöner ist, sonder der Blick verfängt sich an anderen „Störfaktoren“, jetzt sieht man die Leere noch deutlicher und das die Essen des neuen Gaskraftwerkes auch ganz schön hoch sind… |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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Geschicht, wie auch immer sie war, wird in Deutschland groß geschrieben. Immerhin sollen wir uns selbst jetzt, wo kaum noch einer aus dieser Zeit lebt, für den Krieg entschuldigen und schämen.
Die DDR-Zeit jedoch schein man ratikal auslöschen zu wollen. Mal sehen wann die ersten Schulbücher auftauchen in denen von der DDR keine rede mehr ist. Wieso hat man soviel Angst davor? War doch auch gutes drann, an das man nicht erinnern will!
as65 |
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Marco
Moderator


angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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POLIZEI VERHINDERT KLETTERAKTION
Schauspieler Andreas Unglaub und Unternehmer Sebastian Donath-Franke hatten sich eigentlich für heute 11 Uhr vorgenommen, einen der drei Schornsteine zu ersteigen. Beide wollten sich auf diese Art für deren Erhalt einsetzen. Mit ihrer Kletterausrüstung im Rucksack standen sie und einige wenige Besucher zwar pünktlich am Eingangstor zum LEG-Gelände, doch die Polizei verhinderte den Zutritt, weil die Aktion nicht genehmigt war und viel zu gefährlich gewesen wäre!
Andreas Unglaub und Sebastian Donath-Franke, die schon Klettererfahrung im Elb-Sandsteingebirge gesammelt haben, geben aber trotzdem nicht auf: Sie werden sich jetzt ersteinmal mit der LEG in Verbindung setzen und wollen in wenigen Wochen einen neuen Versuch starten. |
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Marco
Moderator


angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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ABRISS ANFANG 2007
Für den Abriss der drei Schornsteine an der Autobahn 4 hat die Stadt den angekündigten Fördermittelbescheid in dieser Woche erhalten.
Die Förderung belaufe sich auf die angekündigte Höhe von etwa sechs Millionen Euro. Mit einem Aufwand von insgesamt 6.7 Millionen Euro wird gerechnet für den Abriss der 225 m hohen Schlote des einstigen HKW-Nord und die Grunderschliessung des alten Industriegeländes an der Autobahn. Es gebe Investoren, die auf die Fläche bereits warten, heisst es von der Eigentümerin LEG. Seit Jahren haben sich Geraer Bürger immer wieder für den Erhalt der drei Essen als Geraer Landmarke stark gemacht.
Vehementen Protest gab es im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl im Mai. Auch der jetzige Geraer OB Dr. Norbert Vornehm hatte sich per Unterschrift für den Erhalt der Essen stark gemacht. Aber der Abbruch sei genehmigt, so die LEG. Und unter dem Erschliessungsvertrag stehe auch die Unterschrift der Stadt, die für die Arbeiten im LEG-Auftrag Regie führen soll. Im ersten Halbjahr 2006 wurden die Hallen des alten Heizkraftwerkes bereits unter LEG-Hoheit entkernt. Der Abriss der Essen werde jetzt vorbereitet und beginne 2007. |
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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet von Marco am SA 10. MAR 2007, 18:22 und insgesamt einmal bearbeitet |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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| Also wieder einmal werden die Leute vor vollendete Tatsachen gestellt. Zumindest die Umfragen die ich kenne laufen auf erhalten hinaus. |
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Marco
Moderator


angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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Auch der aus Dortmund stammende Thomas Gerber (Stadtrat Dortmund, FDP) will, dass die Schornseine stehen bleiben und gründet deshalb eine Initiative, die sich am 7. August um 19.30 im 'Paulaner' (Clara-Zetkin-Strasse / Humboldstrasse) einfinden wird. Gerber, dessen Frau aus Gera stammt, sagte in der Ostthüringer Zeitung:
Die drei Essen sind eine Landmarke, mit der Gera überregional wahrgenommen wird. Wenn es in Gera eine Mehrheit für den Erhalt der drei Essen gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine landeseigene Gesellschaft dann den Abriss gegen den Willen der Bevölkerung vollzieht.
Beim Treffen der Initiative soll besprochen werden, was es für Möglichkeiten gibt, den Abriss zu verhindern. Auf der Internettseite WWW.STOPPT-DEN-ABRISS.DE kann übrigens jeder seine Stimme gegen den Abriss abgegen. |
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Marco
Moderator


angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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| 23 Leute kamen am Montagabend im 'Paulaner' zusammen. Für Thomas Gerber, Gründer der Initiative 'Stoppt den Abriss' waren das mehr als erwartet. Per E-Mail hat er bereits am Dienstag Kontakt zu OB Vornehm aufgenommen. Seine Initiative will sich mit anderen Initiativen zusammentun und sucht nach Vorschlägen für die weitere Nutzung der Schornsteine. Ausserdem, will Gerber die Geraer Politiker dazu bewegen, eine Bürgerbefragung durchzuführen. Er erinnert sich dabei an die Worte von Dr. Vornehm. Dieser habe 'im Wahlkampf versprochen, sich für den Erhalt der drei Essen einzusetzen, falls die Mehrheit der Geraer dies möchte', so Gerber gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger. |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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Marco
Moderator


angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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DER ABRISS
Nach Einschätzung der Landesentwicklungsgesellschaft werden die Abrissarbeiten gegen Ende 2007 beginnen, also nach der Bundesgartenschau. Das Ganze passiert dann auf folgende Weise: Um die Schornsteine herum wird ein fahrbares Gerüst montiert, von dem aus mit Presslufthämmern gearbeitet werden wird. Den entstehenden Betonbruch will man durch den Schornsteinschlot nach unten fallen lassen. Im Verlauf der Abtragungsarbeiten soll sich das Gerüst dann allmächlich nach unten bewegen.
QUELLE: LEG |
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Katrin
Mitglied


angemeldet am: 14. IAN 2008
Beiträge: 16

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Hat denn wirklich niemanden interessiert, was die Bürger dazu denken? Eigenartige Politik...  |
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AS65
Stammgast


angemeldet am: 26. FEB 2006
Beiträge: 136
Wohnort: Gera

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Nee, das fragt wirklich keiner.
Ich kenne keine Umfrage wo man für den Abriss gewesen ist.
Aber ich glaube es erst wenn es losgeht. |
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