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Marco
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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet von Marco am SA 9. FEB 2008, 18:19 und insgesamt 6-mal bearbeitet |
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Marco
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NEUE STRASSENBAHNWAGEN
Mit der Eröffnung der Linie 1 im Herbst 2006 wurden in Gera sechs Neufahrzeuge der Bauart NGT 8 in den Dienst gestellt. Nach mehr als 25 Jahren, in denen ausschliesslich Tatrawagen im Einsatz waren, ist damit gleichzeitig auch ein völlig anderer Fahrzeugtyp in Gera unterwegs. Da der neue Wagen mit 80 Sitzplätzen zehn Plätze mehr bietet als zwei zusammengekoppelte KT4D, wird er nur als Einzelwagen verkehren und besitzt daher auch keine elektrische Kupplung. Die höhere Anzahl an Sitzplätzen ist möglich, weil er auf seine Länge von 27.7 m mit 2.4 m genau 20 cm breiter als der KT4D und dadurch in eine Sitzreihe vier statt bisher drei Sitzplätze eingebaut werden konnten.
Was die bauliche Ausstattung betrifft, wurden Elektronik, Gelenkverbindungen, Innenausstattung und auch das äussere Erscheinungsbild speziell den Geraer Verhältnissen angepasst. So hat sich der Geraer Verkehrsbetrieb für Drehgestelle statt für fest verbundene Fahrwerke entschieden. Die Gestelle federn den Wagen doppelt ab und sorgen so für sehr komfortables Fahren. Die Drehgestelle haben jedoch den Nachteil, dass vorne und hinten im Gang Stufen entstehen. Ein festes Fahrwerk dagegen hätte zwar einen durchgängig ebenen Boden ermöglicht, hat aber bei vielen anderen Verkehrsbetrieben bereits zu technischen Problemen geführt.
"Man könnte Strassenbahnen mit weniger Komfort und Technik kaufen.
Damit locken wir heute aber keine Autofahrer mehr hinterm Lenkrad hervor.
Wir brauchen moderne, chice Bahnen für einen zeitgemässen Nahverkehr,
den die Geraer gern nutzen. Nur über stabile und steigende Fahrgastzahlen
werden wir auch den betriebswirtschaftlichen Anforderungen gerecht". OB Dr. Norbert Vornehm
Die Firma Alstom in Salzgitter baut den gesamten mechanischen Teil, Bombardier die elektrische Ausrüstung. Zu dieser Ausrüstung gehört auch ein Traktionswechselrichter, der den Gleichstrom in Drehstrom umwandelt. Die neue Elektronik sorgt dafür, dass der Wagen nur soviel Energie aufnimmt, wie er zum Fahren benötigt. Die beim Bremsen freiwerdende Energie (die Fahrmotoren wirken hier als Generatoren) wird wieder ins Netz gespeist. Andere Fahrzeuge die sich in dem selben Oberleitungsabschnitt befinden, können diese Energie wieder aufnehemen. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h ist der NGT8 zwar etwas langsamer als der KT4D, der in der Praxis höhere Werte erreicht als vom Hersteller angegeben (nämlich 75 km/h statt 65 km/h), hat aber eine deutlich höhere Beschleunigung.
Die sechs Bahnen kosteten zusammen rund 12 Millionen Euro. 70 % davon wurden mit Fördergeldern des Freistaates Thüringens bezahlt, 30 % vom Geraer Verkehrsbetrieb. Um die Kosten zu senken, hatten sich Geraer und Darmstädter Verkehrsbetrieb bei der Bestellung der Fahrzeuge zusammengetan. |
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Marco
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Wie bereits bekannt, werden ab Dezember weitere sechs NGT8-Fahrzeuge in Gera eintreffen und bis Ende März die restlichen unmodernisierten Tatrawagen (zu erkennen an den Falttüren) mit den Nummern 320, 321, 331, 332, 333, 334, 335, 336, 337, 338, 339 und 340 ablösen. Diese könnten dann nach Osteuropa umgesetzt werden, so wie der ehemalige Geraer Wagen 342, der heute in Tallin unter der Nummer 130 (Bild 1) seine Runden dreht.
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Die Mitarbeiter in der GVB-Werkstatt hoffen jedoch, dass die betreffenden Wagen weiterhin im Bestand bleiben. Sie seien sehr robust, hätten kaum Rost und könnten ohne weiteres noch 10 Jahre in Gera fahren. Der einzige Grund weshalb die letzten 'Klapptür-Tatras' nicht modernisiert werden, sei das Ende des geförderten Tatra-Modernisierungsprogramms. Angst um die eigenen Arbeitsplätze hat man mit Blick auf die 'Neuen' auch. Denn wegen der Garantie dürfen die GVB-Leute selbst keine Reparaturen an den je 2.1 Millionen Euro teuren Wagen vornehmen. Der Hersteller Alstom bringt dafür seine eigenen Leute mit. Ein Container der Firma steht bereits im Betriebshof. |
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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet von Marco am MO 3. DEC 2007, 0:30 und insgesamt einmal bearbeitet |
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FÖRDERBETRAG ERHÖHT
Die sechs neuen Wagen werden insgesamt 13.4 Millionen Euro kosten. Um den «unterschiedlichen Zahlungszielen von GVB und Lieferant entgegen zu kommen», hat GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke am 18. Oktober 2007 von Thüringens Minister für Bau und Verkehr, Andreas Trautvetter, einen weiteren Zuwendungsbescheid in Höhe von 3.5 Millionen Euro erhalten. Damit wurde der erste, im April bewilligte Zuwendungsbescheid, von 4.8 Millionen Euro auf 8.3 Millionen Euro erhöht. Das Geld stammt aus dem Landesprogramm zur Förderung von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr. Der erste Wagen aus der zweiten Lieferserie soll bereits im Dezember in Gera fahren. |
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| In der Nacht vom 19. zum 20. Dezember 2007 ist der erste Wagen aus der zweiten Lieferserie in Gera eingetroffen. Er wurde auf den Namen «Otto Dix» getauft. Die fünf noch folgenden Fahrzeuge sollen ebenfalls die Namen berühmter Geraer Persönlichkeiten tragen. Und was passiert mit den Tatra-Wagen? Die Fahrzeuge 339 und 340 bleiben noch solange als Abschleppzug im Dienst, bis der Hilfsgerädewagen 106 umgebaut ist. Ein weiteres Fahrzeug soll später einmal als historischer Wagen in Gera seine Runden drehen. Für die anderen Fahrzeuge konnte die Ukraine begeistert werden. |
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 ach zahlreichen Probefahrten ist die 207, auch Otto-Dix-Bahn genannt, seit heute regulär im Einsatz. |
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Gestern wurde ein weiterer Neuwagen vom Typ NGT 8 in den Dienst gestellt. Dieser fährt unter der Nummer 208 und trägt den Namen Heinrich Posthumus. Angeliefert wurde er am 18. Januar. Nicht mehr im Einsatz sind folgende Tatra-Wagen:
337....letzter Einsatz am 16. Januar
331....letzter Einsatz am 21. Januar
332....letzter Einsatz am 24. Januar
321....letzter Einsatz am 29. Januar
Diese Fahrzeuge wurden bereits abtransportiert und sollen künftig in der ukrainischen Stadt Lemberg fahren. |
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Marco
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 | m 8. Februar war übrigens auch die TAB-Abnahme des Arbeitstriebwagens 106. Dieser war ja bekanntlich am 6. Januar 2007 ausser Dienst gestellt worden und wurde seitdem umgebaut. Wesentliche Neuerungen sind das Rolltor an der Seite, der Lastkran und die Antriebssteuerung. Statt der Steuerung TV 1 besitzt er jetzt eine vom Typ TV Europuls. Die Eingleistechnik findet in einer Unterbaubox zwischen den Drehgestellen Platz. Das Fahrzeug ist übrigens der einzige Tatrawagen in Deutschland, der mit Drehstrom betrieben wird. |  |
Der Arbeitsdienst der Wagen 339 und 340 ist ist mit der
Wiederinbetriebnahme des Wagens 106 beendet.
Bevor sie jedoch nach Lemberg abtransportiert werden,
sollen beide ein letztes Mal in Gera im Linienverkehr
eingesetzt werden. |  |
Übrigens ist auch schon der Wagen 209 im Betriebshof eingetroffen. Seine Nummer trägt er zwar noch nicht, doch schon ab März könnte er im Einsatz sein. Die Namen der noch folgenden Fahrzeuge dürfen allerdings noch nicht verraten werden. Auch die Neuigkeiten um den Wagen 320 müssen noch geheim bleiben. |
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Marco
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 | eit gestern ist auch die Otto-Lummer-Bahn im Linienbetrieb. Ausserdem wurde zum letzten mal die Wendeschleife in Tinz befahren. Den Klassiker «Tinz» auf der Zielanzeige der Strassenbahnfahrzeuge (Bild) wird es somit im Linienverkehr nicht mehr geben. Zuletzt hat es nur noch werktags je einen Einsatz nach Tinz gegeben. Die Wendeschleife wird nun im Zuge des Trassenumbaus demontiert werden. Auf der Fläche sollen dann PKW-Stellplätze entstehen. Tinz war schon seit der Eröffnung des Strassenbahnbetriebes im Jahre 1892 der Linienendpunkt. Eine Wendeschleife gibt es dort seit 1961. Diese war nach der Untermhäuser Wendeschleife, welche im Jahre 1930 eröffnet worden war, die zweite Schleife, über die der Verkehrsbetrieb verfügte. |
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Marco
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ittlerweile sind auch die Wagen 210 (Clemens Weisker) und 211 (Aenne Biermann) im Einsatz. Zu einem Verkehrsunfall kam es am Abend des 2. April in Bieblach auf der Kreuzung Strasse des Bergmanns / Theaterstrasse. Ein Kleintransporter war in den Wagen 349 gefahren und hatte diesen zum Entgleisen gebracht. Die Wagen 360, 361, 362 und 363 wurden Ende März für den Heck-Heck-Einsatz umgerüstet und absolvierten bereits Probefahrten durch die Stadt.
Weil sie in der Hauptverkehrszeit oft überfüllt sind, stossen die neuen Wagen auf der Linie 3 zunehmend auf Ablehnung. Bemängelt werden auch die zu wenigen Festhaltemöglichkeiten, die ungünstige Anordnung der Sitzgruppen und der dadurch zu schmal geratene Mittelgang. |
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FelixKaiser
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angemeldet am: 16. FEB 2008
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| Darf man mal fragen welches deine Quellen für diese Informationen sind? Gerade den Punkt Heck-Heck-Einsatz finde ich überraschend, auch wenn es das soweit ich weiß in den 80ern schon einmal gegeben hat. Hast du da nähere Informationen, wie man sich die Umbaumaßnahmen oder den geplanten Einsatz vorstellen kann? |
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Marco
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| Ich habe die Fahrzeuge in der Leipziger Strasse in Richtung Bieblach Ost und wieder zurück fahren sehen. Dabei waren beidseitig an den vorderen Stossstangen die Rücklichter aufgesetzt. Da ich selbst sehr oft mit der Bahn unterwegs bin und auch einige Strabafreunde kenne, bekommt man natürlich so einiges mit. Wenige Tage später fuhren die Fahrzeuge übrigens wieder im Normalbetrieb, jedoch ohne dass die Kupplung zwischen den Fahrzeugen abgedeckt war. Was mit dem Probeeinsatz beabsichtigt war, weiss ich im Moment aber nicht. Auch die Wagen 339 und 340 wurden wieder für den Linienverkehr umgerüstet und waren sogar kurze Zeit im Einsatz. Der Hilfsgerätewagen 106 (siehe Beitrag oben) absolvierte ebenfalls noch mehrere Probefahrten mit angehängten Doppeltraktionen (KTNF8 + KT4). Und zur Zeit nicht im Einsatz sind die Fahrzeuge 301 und 302 (Geras allererste Tatra-Wagen). Bei Gelegenheit werde ich einmal nachfragen. |
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FelixKaiser
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angemeldet am: 16. FEB 2008
Beiträge: 49
Wohnort: Gera/Alt-Bieblach

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| Also scheinen sich die Umbaumaßnahmen hauptsächlich auf die elektrische Ausrüstung zu beziehen? Heck an Heck bedeutet bei Einrichtungsfahrzeugen ja, dass am hinteren Triebwagen die Türen auf der "falschen" Seite sind. Aussteigen auf der Schienenseite kann ziemlich heikel sein, vorallem für ältere Mitbürger, die nicht ganz so flink sind. |
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Marco
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angemeldet am: 2. AUG 2005
Beiträge: 866

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| Das kann ich jetzt nur vermuten. Vielleicht lassen sich die Probefahrten mit der elektrischen Ausrüstung der modernisierten Wagen begründen. Die vormaligen Heck-Heck-Einsätze waren nämlich mit Fahrzeugen, die über eine Accelerator-Steuerung verfügten, erfolgt. Die 60er Wagen haben jedoch, so wie die meisten anderen Tatra-Wagen auch, eine Steuerung vom Typ TV-Progress. |
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FelixKaiser
Mitglied


angemeldet am: 16. FEB 2008
Beiträge: 49
Wohnort: Gera/Alt-Bieblach

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Gut zu wissen. Auf http://www.cegelec.cz/En/Gr4Pg6.htm kann man übrigens nachlesen, welches Equipment alles zur Nachrüstung nach Gera geliefert wurde.
Wo hast du eigentlich die Information her, dass die KT4D bis 75km/h fahren? Die sind überall mit 65km/h angegeben und schneller als 55km/h habe ich mit denen noch nicht erlebt (war damals in der Berliner Straße). Ich meine sogar irgendwo mal was gelesen zu haben, dass die Geraer Wagen eine andere Motorwicklung haben, damit die mehr Leistung erbringen (für die Steigung nach Bieblach/Ost), dafür aber eine etwas niedrigere Höchstgeschwindigkeit. Ich wüsste auch gar nicht wo man auf den Linien 2/3 die 75km/h ausfahren könnte. Vorstellen könnte ich mir das bei der Thüringer Waldbahn, die Strecke von Gotha nach Walthershausen ist nicht ganz so kurvig. |
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