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Marco
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WOHNUNGSLEERSTAND, ABRISS, MODERNISIERUNG
Seit Beginn des Programmes «Stadtumbau Ost» im Jahre 2002, wurden in Gera 3727 Wohnungen vom Markt genommen. Trotzdem hat sich der Anteil der leerstehenden Wohnungen nicht merklich verringert und liegt bei etwa 11 %. In den Stadtteilen Bieblach, Lusan sowie im Stadtzentrum sind trotz Abriss sogar bis zu ein Viertel der Wohnungen unbewohnt. Von hohen Leerständen sind aber nicht nur Wohnungsunternehmen, sondern auch private Hausbesitzer betroffen. So stehen 25 % der 3500 Wohnungen im Wohnviertel Berliner Strasse, Gagarinstrasse, Strasse des Bergmanns und Laasener Strasse ebenfalls leer.
Im Rahmen des Programmes «Stadtumbau Ost» unterstützen Bund und Land die Wohnungsunternehmen bis zum Jahre 2009 bei Aufwertung und Rückbau ihrer Bestände samt Zubehör. Etwa 2.5 Milliarden Euro werden hierfür zur Verfügung gestellt.
Einige Beispiele aus Gera:
BREITSCHEIDSTRASSE
 | Der Abriss in der Breitscheidstrasse begann schon vor dem Start des Stadtumbauprogramms: Bereits 1998 fiel der Block 1 mit seinen 68 Wohnungen der Neugestaltung des Areals zwischen Gera-Arcaden und Sonnenhof zum Opfer.
Nach dem Abriss der Blöcke 4 und 6 auf der anderen Strassenseite -das war im Jahr 2002- wurden im September 2005 die Blöcke 8, 10 und 12 mit ihren 108 Wohnungen abgerissen. Die entstandene 5950 m² grosse Freifläche wird gegenwärtig für Volksfeste genutzt.
Das eigentliche Ziel ist jedoch die Vermarktung des Areals mit anschliessender Neubebauung, die sogar bis zum Haupteingang des Kultur- und Kongresszentrum heranreichen darf. Der ehemalige Zentrale Platz erhielte dadurch eine kleinere Fläche.
Geplant war u. a. ein sogenanntes «Edutainmentcenter», das Wohnen, Freizeit und Einkaufen miteinander verbindet. Einen Investor hat die GWB Elstertal als Eigentümer des Grundstücks jedoch bis heute nicht gefunden. |
RUDELSBURGSTRASSE
 | Insgesamt 10 Millionen Euro investieren die Wohnungsunternehmen «Elstertal» und «Aufbau» in die Umgestaltung Wohnblöcke mit den Hausnummern 10 bis 60 in der Rudelsburgstrasse (Bieblach Ost). Bis zum Jahre 2009 sollen die drei hintereinander stehenden Blöcke teilweise zurückgebaut und saniert werden.
Die im Jahre 1987 errichteten Häuser erhalten eine wärmegedämmte Fassade, zum Teil grössere Balkone und manche eine veränderte Wohnraumaufteilung. Dort, wo die Geschosshöhe nicht reduziert wird und alle sechs Etagen erhalten bleiben, sollen Aufzüge angebaut werden. Vollständig zurückgebaut werden die Häuser 16 bis 20 der Wohnungsbaugesellschaft «Elstertal». Von den 348 Wohnungen, wovon der «Aufbau» 132 gehören, sollen 207 erhalten bleiben. |
SONNENHOF
 | Von Oktober 2007 bis Oktober 2008 lässt die Wohnungsgesellschaft «Elstertal» die 1972 errichteten Blöcke 2, 4 und 6 in der Friedericistrasse zurückgebauen und modernisieren. Dabei werden die Elfgeschosser um drei, teils vier Etagen gekürzt. Von 132 Wohnungen bleiben hier 80 erhalten. Die Kosten liegen bei 3.8 Millionen Euro. Mit dem Umbau dieser Wohnblöcke beginnt die umfangreiche Neugestaltung der Wohnanlage «Am Sonnenhof». |
ELSTERSIEDLUNG
 | Seit April 2007 entsteht im Bereich Süd-, Fröbel-, und Debschwitzer Strasse durch Abriss, bzw. Umbau eine vollkommen neue Wohngegend, die «Elstersiedlung». Beschlossen wurde das schon am 24. Juni 2003 vom Stadtrat (Bestätigung der Quartiersrahmenplanung). In erster Linie geht es wieder darum, die Zahl der leerstehenden Wohnungen zu reduzieren. Von 240 Wohnungen bleiben am Ende noch 140 übrig.
Abgerissen werden die Häuser Südstrasse 48, 54, 64 und 70 und später die Debschwitzer Strasse 20 A (Bild). Die übrigen 5-Geschosser in der Südstrasse werden um eine Etage zurückgebaut. Alle Wohnungen im Sanierungsgebiet erhalten einen Balkon. Wohnungen im Obergeschoss bekommen Dachterassen, im Erdgeschoss Mini-Gärten. Die Blöcke Fröbelstrasse 3 A bis 3 C und 5 A bis 5 C bekommen in der Mitte einen Fahrstuhl, von dem aus alle Wohnungen in einer Etage erreicht werden können. Ausserdem werden alle Blöcke von aussen gedämmt. Der jährliche Wärmeverbrauch von ca. 160 kW/h je m² soll auf 110 kW/h gesenkt werden. Für die Kaltmiete wird die WBG «Glück Auf» statt 3 Euro etwa 5.25 Euro je m² verlangen. |
BIRKENPARK
 | Der Umbau im Wohngebiet Birkenstrasse / Zeulsdorfer Strasse ist ein Gemeinschaftsprojekt der Geraer Wohnungsunternehmen «Glück Auf», «Union» und «Neuer Weg». Hier wurde von August 2004 bis 2007 modernisiert und die Zahl der Wohnungen von 684 auf 350 reduziert. Bis zum Jahre 2005 gehörten alle Wohnblöcke im Areal Birkenpark der Wohnungsgesellschaft «Glück Auf». Da jedoch das Stadtumbauprogramm 2009 endet, der Umbau selbst bis dahin aber nicht zum Abschluss gekommen wäre, hatte die «Glück Auf» einen Teil ihrer Immobilien an die zwei anderen Wohnungsunternehmen verkauft. Dadurch besitzt heute jedes der drei Unternehmen einen Rundbau und einen geraden Block. |
Details zum Thema gibt es u. a. auf folgenden Seiten:
• Stadtumbau Ost (Schader Stiftung)
• 5. Stadtumbaukonferenz Thüringen am 17. September 2007 in Gera
• Entwicklungskonzeption Wohnen / Stadtumbau Gera
• Der Bestand an Wohnungen in Gera
Darüber, wie sich der Bedarf an Wohnungen ändern wird und wie dem zu begegnen sei, denkt man in den Wohnungsunternehmen schon seit geraumer Zeit nach. Kürzlich äusserte sich dazu auch der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Lutz Freitag:
PREISWERTE WOHNUNGEN NÖTIG
Wohnungswirtschaft rechnet im Osten mit zunehmender Altersarmut
Die ostdeutsche Wohnungswirtschaft muss sich in den kommenden Jahren auf eine zunehmende Altersarmut einstellen und mit preiswerten Wohnungen auf diese Entwicklung reagieren. Das sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Lutz Freitag. Zudem sei deutschlandweit mit einer Zunahme von Single-Haushalten zu rechnen. Gerade älteren, alleinstehenden Menschen im Osten eine preiswerte Unterkunft anzubieten, sei jedoch nur in so genannten Grosssiedlungen möglich. So falle auch die die Energieeffizienz in Plattenbauten deutlich günstiger aus, als dies bei Häusern in der Innenstadt der Fall sei.
Gleichzeitig verwiesen die Verbandsvertreter auf die Notwendigkeit, das 2002 begonnene Stadtumbauprogramm nach 2009 fortzusetzen. Da der Anteil der über 65-Jährigen weiter ansteigen wird, müssten -um die Leerstandsquote bei um die 11 % zu halten- allein in Thüringen noch rund 30 000 Wohnungen abgerissen werden. Geschätzte Kosten: 100 Millionen Euro.
OSTTHÜRINGER ZEITUNG, AUSGABE VOM 12. OKTOBER 2007 |
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Marco
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m 11. November 2007 hat der Stadtrat beschlossen, dass für das Nordviertel (Gelände Berliner Strasse, Gagarinstrasse, Strasse des Bergmanns, Laasener Strasse) ein städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet werden soll. Ziel ist es, das Gebiet weiterzuentwickeln und städtebauliche Mängel zu beseitigen. Dabei wird eine Zusammenarbeit mit den Eigentümern und potentiellen Nutzern angestrebt. Eine öffentliche Auslegung des Konzeptentwurfes wird es voraussichtlich im ersten Quartal 2008 geben. |
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Marco
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ür das Stadtumbauprogramm Ost stellt die Landesregierung in diesem Jahr etwas weniger Geld, nämlich 15.3 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können 4250 Wohnungen zurückgebaut werden. Im vergangenem Jahr wurden mit den zur Verfügung stehenden 22.7 Millionen Euro 7278 Wohnungen zurückgebaut. Mit dem bis zum Jahre 2009 befristeten Stadtumbauprogramm sollen im Freistaat 40 000 Wohnungen vom Markt genommen werden. 30 000 waren es bis Ende des Jahres 2007. |
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ie letzte Woche bekannt wurde, sollen 810 Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft «Elstertal» an die DKB Wohnungsgesellschaft Thüringen verkauft werden. Die betreffenden Wohnungen befinden sich in den Stadtteilen Bieblach Ost, Alt Lusan und Debschwitz. Die Übernahme soll zum 1. April erfolgen; der Verkaufspreis ist nicht bekannt. Die DKB Wohnungsgesellschaft Thüringen ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Kreditbank AG und auch Haupteigentümer der einst städtischen Geraer Wohnungsgesellschaft (Gewo). Mit dem Verkaufserlös will die Stadtwerke-Tochter «Elstertal» das Stadtumbauprogramm im verbleibenden Bestand fortsetzten. Gleiches möchte die DKB mit dem gänzlich unsanierten Neuerwerb tun; es soll jedoch nichts abgerissen werden. Allen Bewohnern wird das Fortbestehen der Mietverträge zugesichert. |
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n diesem Jahr investieren die Wohnungsbaugenossenschaften in folgende Wohngebiete:
• Elstersiedlung Debschwitz (Glück Auf)
Sanierung und Rückbaumassnahmen im Bereich Fröbelstrasse, Südstrasse und Debschwitzer Strasse; siehe im entsprechenden Beitrag
• Seydelstrasse 4 - 8 (Aufbau)
Vollsanierung mit Grundrissänderung, Fassadenvollwärmedämmung, Elektroerneuerung, Nachrüstung der 1-Zimmer-Wohnungen mit Vorstellbalkonen, Innenaufzüge an den Eingängen 4 und 8; die Investitionssumme beträgt 1.4 Millionen Euro
• Wohnpark Berliner Strasse (Glück Auf)
Schaffung einer Wohnanlage mit Neubau, unter Einbezug des vorhandenen, noch umzubauenden Bestandes; geeignet für seniorengerechtes Wohnen; siehe im entsprechenden Beitrag
• Birkenpark (Neuer Weg, Glück Auf, Union)
Fertigstellung des Wohnumfeldes; siehe im entsprechenden Beitrag
• Seniorenwohnpark "Zur alten Schule" in Tinz, Grüner Weg 65 / 67 (Aufbau)
Hier entsteht für 6.6 Millionen Euro ein Seniorenwohnpark mit 76 barrierefreien 2- und 3-Raumwohnungen. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon und sollen mittels Aufzug erreichbar sein. Ausserdem wird es ein Mieterbüro, mehrere Gästewohnungen, eine Begegnungsstätte, sowie Kommunikations- und Dienstleistungsbereiche geben.
• Eiselstrasse 116 - 122 (Glück Auf)
Bei diesem 25 Jahre altem Haus (es stand zwei Jahre lang leer) werden zwei Eingänge entfernt und an deren Stelle Anbauten an den Giebelseiten errichtet. Durch diesen Umbau entstehen Wohnungen mit grösseren Küchen und Bädern. Die Wohnungen im Erdgeschoss bekommen einen Mietergarten. Es werden Aufzüge angebaut; 20 der 48 Wohnungen werden barrierefrei erreichbar sein
• Sonstige
Balkonnachrüstungen in der Makarenkostrasse, und der Erich-Weinert-Strasse 25 bis 29; Balkonsanierung im Erzhammerweg 2 bis 6; Anbringung von Fassaden-Wärmedämmelementen in der Strasse des Bergmanns, Gehwegerneuerung in der Zeulenrodaer Strasse; Dachneueindeckung in der Makarenkostrasse (80 000 Euro veranschlagt); Fassadenerneuerungen in der Bieblacher Strasse 47 A bis 49 B und 51 A bis 53 B und in der Auerbachstrasse 58 bis 68 |
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issenschaftler des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle halten die Aufwertung von Wohngebieten in Stadtrandlagen bei gleichzeitigem punktuellen Abriss dort, für falsch. Ihrer Meinung nach wird das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" nicht so umgesetzt, dass das Funktionieren der Städte langfristig gewährleistet ist. Da sich das Fehlen junger Menschen in den östlichen Bundesländern erst ab dem Jahre 2012 auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar machen wird, und ab diesen Zeitpunkt mit keiner nennenswerten Zunahme von Einzelpersonenhaushalten mehr zu rechnen ist, kämen auf die Kommunen deutlich höheren Belastungen zu.
Durch die bisherige Vorgehensweise werde zwar die Leerstandquote gesenkt, bzw. stabilisiert, jedoch bleibe die Infrastruktur in der Fläche im vollen Umfang erhalten. Auf Dauer könne sich das keine Kommune leisten und wird letztendlich dazu führen, dass vorher aufwändig sanierte Wohnquartiere abgerissen werden müssen, warnen die Wissenschaftler. Die Kommunen sollten daher die unbequemere Entscheidung treffen und die Bewohner der Randgebiete in innerstädtische Wohnquartiere umsiedeln. |
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 | ach der Modernisierung des Sonnenhof-Wohnblocks Friedericistrasse 2 - 6 haben am 11. Mai die Arbeiten am Block De-Smit-Strasse 3 - 9 begonnen. Die GWB Elstertal lässt diesen aber lediglich an den Eingängen 3 - 5 um drei Geschosse reduzieren, so dass der Block nach seiner Fertigstellung im Dezember, 24 Wohnungen weniger haben wird. Bereits saniert sind die Wohnungen der Aufgänge 7 - 9, wodurch ein Rückbau dieser nicht in Frage kommt. Die Modernisierung kostet insgesamt 3,9 Millionen Euro und wird vom Land Thüringen gefördert. |
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ie Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau e. G. hat 57 Wohnungen der GWB Elstertal gekauft. Es handelt sich hierbei um die Gebäude Helene-Fleischer-Strasse 2 - 6 und Herweghstrasse 3 - 11. Den Kaufvertrag hatten GWB-Elstertal-Geschäftsführer Ralf Schekira und der Vorstand der WBG-Aufbau bereits am 30. Juli 2009 unterzeichnet.
Während das Gebäude in der Helene-Fleischer-Strasse zugunsten von Parkplätzen für das Haus Herweghstrasse 3 - 11 abgerissen werden soll, gibt es für das zweite, ebengenannte Gebäude Sanierungspläne. Rund 1,4 Millionen Euro sollen dort investiert werden. Der Bauantrag wurde bereits gestellt. Mit dem Baubeginn ist Anfang 2010 zu rechnen. Im Herbst 2010 könnten dann die ersten Mieter einziehen.
ls die GWB Elstertal in den 90er Jahren an den alten Gebäuden Türen, Fenster und das Dach sanieren liess, wurde ein Rückübertragungsanspruch des früheren Eigentümers bekannt und die Sanierung daher nicht fortgesetzt. Das Verwaltungsgericht stellte die Berechtigung des Anspruches fest und strebte eine gütliche Einigung mit dem Anspruchsteller an. Nach mehrjährigen Verhandlungen einigte man sich im September 2007 über den zu zahlenden Ablösebetrag. Der Preis, zu dem die Wohnungen an die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau e. G. verkauft wurden, entspricht ebenfalls dieser Summe.
Die GWB Elstertal hat sich für den Verkauf des unter Ensembleschutz stehenden Quartiers entschieden, da das Unternehmen bereits grössere Summen im Stadtzentrum, am Bieblacher Hang und in Bieblach-Ost investiert. Allein im Jahr 2009 seien es rund 10,5 Millionen Euro, sagte GWB-Elstertal-Geschäftsführer Ralf Schekira. |
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